Kostendeckel für Sondersituationen

Kostendeckel für Sondersituationen

March 27, 20242 min read

Allgemein:

Wir wollen der Vollkasko-Mentalität im Gesundheitswesen nicht das Wort reden, aber wenn Sondersituationen entstehen, für die das verfügbare finanzielle Budget eines Durchschnittsverdieners nicht ausgelegt ist, können negative Rückwirkungen auf das Unternehmen entstehen: verlängerte Heilungsdauern => längere Fehlzeiten => sinkende Produktivität.

Wann kann es teuer werden? Zum Beispiel wenn Zähne ersetzt werden müssen oder man durch einen Unfall ins Krankenhaus muss. Für derartige Sondersituationen können Unternehmen im Rahmen der bKV eine gezielte Unterstützung bereit stellen (Stichwort: Bausteintarife).

Herausforderung:

Im Vergleich zu einer Behandlung beim Heilpraktiker oder der Zuzahlung zu Medikamenten oder Massagen, schlagen Zahnersatz und privatärztliche Behandlung in der Klinik sofort tiefe Gräben in das Haushaltsbudget.

Angesichts der absehbaren finanziellen Belastungen verzichten Mitarbeiter unter Umständen darauf, sinnvollen Zahnersatz vorzunehmen. Dadurch werden die Beschwerden aber nicht besser, sondern manifestieren sich (Schonhaltungen, Fehlbisse, Fehlstellungen). Unbesetzte Zahnlücken senken u. U.  das Selbstvertrauen und Wohlbefinden der Mitarbeiter, oder stören die vermeintliche Attraktivität. Letzteres kann zum Beispiel im Verkauf oder direktem Kundenkontakt von Bedeutung sein.

Wer schon einmal in einem Mehrbettzimmer gelegen hat, kennt die Gedanken: „Nichts wie raus hier!“. Aber die Privatstation ist für viele zu teuer. Dabei hätte man genau dort die nötige Ruhe und die bessere ärztliche Versorgung. Also dauern Heilung und Rückkehr zum Arbeitsplatz ohne privatärztliche Versorgung oft länger.

Lösung:

Die bKV bietet Tarifbausteine (siehe Thema: Flexibles Gesundheitsbudget => Bausteintarife) für ausgewählte Einzelleistungen an. Beispiele sind prozentuale Erstattung von Zahnersatzrechnungen oder die Übernahme privatärztlicher Leistungen im Krankenhaus als Folge eines Unfalls (1- oder 2-Bettzimmer, Chefarztbehandlung). Die Beiträge dafür sind moderat und stehen im Leistungsfall in gutem Verhältnis zum gestifteten Nutzen:

  • 70% Zahnersatz: ca. 9 bis 25 Euro monatlich – je nach Alter und Versicherer

  • 90% Zahnersatz: ca. 14 bis 40 Euro monatlich – je nach Alter und Versicherer

  • Stationär 1/2-Bettzimmer + Chefarzt bei Unfall: ca. 4 bis 6 Euro monatlich – je nach Alter und Versicherer

Übrigens können bei entsprechender Belegschaftsgröße auch Gruppen für unterschiedliche Umfänge gebildet werden, beispielsweise 70% Zahnersatz für „alle“ und 90% für Führungskräfte oder stationärer Privatpatientenstatus bei Unfall für Fahrer und Außendienstler. So lassen sich für jede  Belegschaftsstruktur und verfügbare Budgets geeignete Kombinationen finden.

Nutzen für das Unternehmen:

Zuvorderst ist ein Unternehmen daran interessiert, dass kranke bzw. verunfallte Mitarbeiter schnellstmöglich wieder einsatzbereit sind. Nur gesunde Mitarbeiter, die arbeiten produzieren Werte  für das Unternehmen. Das geht manchmal nur, wenn das Unternehmen bestmögliche Behandlungen und schnellstmögliche Rekonvaleszenz unterstützt.

Mitarbeiter wissen es zu schätzen, dass ihnen das Unternehmen für den Ernstfall zur Seite steht, und danken dies durch Motivation und Loyalität.

Gleiches gilt für die Bereitstellung finanzieller Mittel, zum Beispiel für benötigten Zahnersatz, welche die eigenen Haushaltsbudgets übersteigen. Derartige Unterstützungen sprechen sich in der Belegschaft herum und fördern das Arbeitsklima.

Back to Blog